Von Ankommen bis Abschlussanschauung – Basiskurs in München

Von Ankommen bis Abschlussanschauung - Basiskurs in MuenchenIm schönsten Sonnenschein – nach vielen, vielen Tagen Regen – trafen wir uns am Mittwoch im Exerzitienhaus „Schloss Fürstenried“ für unseren zweiten Teil des Basiskurses „ganzheitlich sinnorientiere Pädagogik“ …

Schon das Ankommen im Haus stimmte uns ein auf die kommenden drei Tage: herrlicher Garten mit duftenden Rosen, plätschernde Brunnen, mächtige & Schatten spendende Bäume.
Das „Sich wieder zusammenfinden“ gestaltete Georg für uns so, dass es ganz einfach war, aus dem Arbeitsalltag im Basiskurs anzukommen.

Anhalten! Einen neuen Blick wagen!, war das Thema der ersten Einheit, bei welcher schon die regenbogenfarbene Papprolle neugierig machte. Nachdem wir die Chiffontücher soweit aus der Rolle geholt hatten, dass man bis an den Boden kam, wurde ein kleines Kaleidoskop sichtbar. Ein Blick hindurch führte jedem von uns einen anderen Blickwinkel vor Augen – im wahrsten Sinne des Wortes.

Basiskurs Muenchen 2Der goldenen Reifen der Nächsten Anschauung führte uns – mit zurückhaltender Unterstützung von Kerstin – zur Mitte. Der Versuch, die Holzkugel in demselben zu platzieren, war in der Praxis doch schwieriger als gedacht. Einfach war es dann im Anschluss die eigene Mitte zu finden, diese zu spüren.

Ein Wir entsteht

Durch das „Verleiblichen“, einer der Eckpunkte der gsP, wurden wir Teil einer gemeinsamen Mitte. Und auf sehr berührende Art fand jeder seinen Platz in der gemeinsamen Mitte. Ein „Wir“ war entstanden. Es ermöglichte jedem von uns den Blick auf DIE Mitte zu werfen, sie zu spüren – einen gemeinsamen Antrieb, eine Stütze, einen Gott.

Den offiziellen Teil des ersten Tages beendeten wir im schattigen Innenhof. Mit der Geschichte von Punchinello und den Wemmicks. Mit dem Gefühl im Bauch – auch ich bin tatsächlich gut so wie ich bin – entließen uns die beiden tollen Referenten Kerstin und Georg in den lauen Abend. In geselliger Runde saßen wir noch gemütlich im Schlosspark und sangen einige Lieder aus „Da Capo und God for you(th)“. Bis die untergehende Sonne uns das Text lesen unmöglich machte. Dafür konnten wir dann noch Glühwürmchen sehen.

Basiskurs Muenchen 3Ganz dem Motto folgend „Miteinander geh‘n“ starteten wir den Donnerstag mit einem Tanz. Zuerst war alles ganz normal, bis eine Teilnehmerin meinte, die Tanzmusik sei ein Weihnachtslied („Good king Wenscelas“). Nun gut – Lachen verbindet auch!! :-)

Schau-Platz-Gestaltung

Der Donnerstag führte uns zu einem größeren Teil auch in die Theorie. Wir setzten uns mit der Begrifflichkeit der Schau-Platz-Gestaltung praktisch und theoretisch auseinander. Die Geschichte von Gimmel begleitet uns dabei.

Auch die ganz konkrete Planung/Durchführung einer Anschauung in der Idee der gsP konnten wir in Kleingruppen erproben. In 4 Gruppen wurden zu 4 verschiedenen Symbolen die Disposition/Hinführung und die Begegnungsphase erarbeitet und dann auch praktisch erprobt. Eine gute Möglichkeit sowohl von Kursteilnehmern als auch von den Referenten konstruktive Kritik und bestmögliche Unterstützung zu erhalten. Wir konnten hierbei gut erfahren, in wieweit wir die Besonderheiten der gsP verstanden und verinnerlicht hatten und auch in der Lage waren, diese konkret in eine Anschauung umzusetzen. Hier ein großes Dankeschön an Kerstin und Georg – wir haben hierbei echt viel gelernt!

Ein Abendlob unter den Bäumen im Schlosspark mit „Franz von Assisi“ und seinem Sonnengesang ließ diesen Tag herrlich enden.

Versprachlichen, verleiblichen, vertonen und verbildlichen

Basiskurs Muenchen 4Mit tanzenden Schritten begannen wir unseren letzten Tag des Basiskurses gsP Kerstin lud uns in die Welt des Sumpfstapfers ein. Das reelle (von Kerstin gemachte) Sumpfstaperchen rührte unsere Herzen und jeder hätte ihn gerne mit nach Hause genommen. Sich wie er zu fühlen – im immer gleichen Trott – kannte sicher jeder von uns. Zu versprachlichen, zu verleiblichen, zu vertonen und zu verbildlichen wie gut es tut, sich zu trauen, etwas Neues zu wagen und sich auf den Weg zu machen war einzigartig für alle Teilnehmer.

Bevor Georg die Abschlussanschauung halten durfte, erfuhren wir noch einiges über die Entstehung und das Arbeiten des IgsP. Alle Möglichkeiten einer Mitgliedschaft und das Mitwirken im Institut als Multiplikator nach weiteren Kursen.

Alle Teilnehmer dieses Basiskurses konnten mit frohem Mut und gefüllten Herzen,wenn auch ein bisschen schwer, am Freitag Nachmittag den Heimweg antreten. Die Gemeinschaft, die in den 3 Tagen gewachsen war löste sich auf. Die Hoffnung, dass Walter eine Regionalgruppe auf die Beine stellt, ist zumindest für die, welche in der Münchner Umgebung wohnen, eine sehr erfreuliche Aussicht.

Der Basiskurs hat sicher bei dem einen oder anderen einen Funken entzündet. Bleibt nur zu hoffen, dass er ein großes Feuer entfacht, das sich schadlos ausbreitet und bei vielen Kinder, Jugendlichen oder Erwachsenen auf nahrhaften Boden trifft und immer weiter brennt. Ein großes Dankeschön an Kerstin Lermer und Georg Batzer für viel, viel Freude, Erfüllung, Anregung, Wissen und ganz viel Mut.

Anja Reich

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s