Kindertheologie – Theologie für Kinder, von Kindern und mit Kindern

Dsc_0062‚TeilnehmerInnen teilen tief’, so war es am letzten Tag auf einem Auswertungszettel zu lesen. Auch wenn die Hitze des Sommers manchen Schweißtropfen nach außen treten ließ, waren die Arbeitseinheiten wie oben benannt durchgängig von innerem Tiefgang geprägt …

Von der Referentin Angela Kunze-Beiküfner wurden wir sehr fachkompetent und praxisnah in das Thema eingeführt. Für uns als Agierende der Ganzheitlich sinnorientierten Pädagogik kam schnell die Frage auf: Wie sehen wir dabei unsere Rolle? Noch tief steckt in den meisten von uns das Selbstverständnis des Vermittlers. Wir dürfen und müssen lernen: Beim Theologisieren ist in unterschiedlicher Intensität auch der Moderator gefragt, je nachdem, ob von, mit oder für Kinder theologisiert wird.

Die von Prof. Boschki im Curriculum der Ausbildungsordnung unseres Instituts verankerte Aufforderung zu Aneignung, in der Pädagogik zumeist mit dem Begriff Selbstbildung benannt, konnte bei den Ausführungen der Referentin mit bedacht werden.

Uns stellte sich anschließend die Reflexionsaufgabe, zusammen zu tragen, welche Anforderungen des Theologisierens wir in unserer Pädagogik vorfinden und auch praktizieren? Grundlagen, wie z.B. die Auseinandersetzung mit unserem Bild vom Kind, sind da. Neue Achtsamkeit ist nötig, aber auch eine andere Haltung, vor allem beim Sprachgebrauch der Deutungen unserer Einheiten.

Schaffen wir es, die Kinder dahin zu führen, selber ihre Fragen zu stellen und dann ihre Antworten miteinander zu suchen?

Das werden die Teilnehmer der Sommerwoche sicher in der kommenden Zeit ausprobieren. Einen ersten Ansatz dazu gab es in Kleingruppenarbeiten mit Erarbeitungen zu einem Märchen, zu einem Gleichnis, einem Bilderbuch und einer Aufgabe ‚Gott zu suchen’.

Eine Sommerwoche wäre nicht eine Sommerwoche, wenn es nicht das Ritual des Morgenlobs und des gemeinsamen Gottesdienstes gäbe. Auch hier wurden wir im Geiste unseres Themas reich beschenkt.

Reich beschenkt hat uns auch wieder Franz Kett in seiner unverwechselbaren Art, seine und unsere Pädagogik immer wieder mit neuen Ideen zu präsentieren. Nach vielen spielerischen Zugängen kamen wir mit Psalm 19 und dem Bodenbild einer Sonne wieder einmal an den Punkt: ‚TeilnehmerInnen teilen tief’.

Ein Teilen der anderen Art ist auch schon ritualisiert – der internationale Abend am Donnerstag.

Abschließend ein wertschätzender Dank an alle, die in besonderer Weise Verantwortung und Arbeit übernommen haben. Er wurde in der Abschlussrunde ausgesprochen und kann hier nur bestätigt werden. Franz Kett rundete diese ‚Versprachlichung’ mit einem Dank an unseren Schöpfer dafür ab, dass es uns als seine Weggefährten gibt. Dies fügt sich zusammen mit dem Lesungstext aus dem Abschlussgottesdienst: ‚Denn wir sind Christi Wohlgeruch für Gott’ 2 Kor 2,15

Und hier einige Bilder (klicken Sie auf eines der Vorschaubilder, um die Bilder nacheinander in einer größeren Ansicht zu sehen):

Maria Steinfort/ Bergisch Gladbach

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