Mit Geschichten stark werden – Basiskurs in der Schweiz

Am Samstag, den 6. Oktober, trafen 14 Teilnehmende zum RPP-Basiskurs im Seminarhotel Lihn, Filzbach GL, in der Schweiz ein. Einige brachten bereits eigene Erfahrungen mit der RPP mit oder hatten schon Weiterbildungen zu RPP besucht. Für andere war es Neuland, das sie hier betreten und erleben durften …

Die Woche stand unter dem Kurstitel „Mit Geschichten stark werden“. Die Teilnehmenden wurden von den Kursleiterinnen Esther Aeschlimann, Katharina Wagner, Hanni Vonlanthen und dem Kursleiter Christian Pfeiffer empfangen und herzlich begrüßt.

Im RPP-Basiskurs ging es um folgende Inhalte:

  • Biblische Geschichten, Märchen, Tänze und Lieder mit allen Sinnen erleben
  • Begegnung mit dem Weg der ganzheitlich sinnorientierten Pädagogik im praktischen Tun und in der Reflexion
  • Die pädagogischen Grundbegriffe der RPP sowie ihr Menschen- und Gottesbild, kennenlernen
  • Den Begriff ‚Aneignung‘ als Selbsttätigkeit und Eigenaktivität innerhalb eines Lernprozesses erschliessen und eine Einheit auf Basis des Phasenmodells erarbeiten

Die Kurstage begannen jeweils mit einem Morgenlob vor dem Frühstück. Danach folgten am Morgen und am Nachmittag je zwei Kurseinheiten mit einer Pause dazwischen. Am Abend wurde der Kurstag mit einer weiteren Einheit abgeschlossen. Selbstverständlich gehörten Tänze und Lieder zum festen Bestandteil des Programms.

Nachfolgend ein kurzer Überblick über die Tage:

Samstag, 6.Oktober

Nach der Begrüßung durch Christian folgten zum Einstieg ein Tanz und ein anschließendes Begegnungslied. Die erste Kurseinheit stand unter dem Thema „Ich bin da, und ich habe einen Platz hier auf dieser Erde“. Nach der Pause führte Katharina durch die Einheit „Der Kreis und seine Mitte“. Darauf folgte durch Esther der erste Theorie-Block „Die RPP als Daseins- und Beziehungspädagogik“.

Am Abend erzählte Hanni die Profangeschichte von der dummen Augustine. Zum Abschluss gestaltete Katharina mit der 5-Fingerevaluation einen Rückblick durch die Kurseinheiten des vergangenen Tages.

Sonntag, 7. Oktober 2012

Das Morgenlob mit Christian stand unter dem Bibelwort „Ich habe dich bei deinem Namen gerufen …“ Nach dem Frühstück erzählte Esther die Geschichte von Moses und dem brennenden Dornbusch. Im Zentrum stand Gottes Name „Jahwe = Ich bin da“. Nach der Pause referierte Hanni in einem weiteren Theorieblock über das Thema „Gottesbild in der RPP“.

In der ersten Einheit am Nachmittag führte Esther die Teilnehmenden in den pädagogischen Begriff der Aneignung ein. Der restliche Sonntagnachmittag stand zur freien Verfügung mit dem Auftrag, draußen in der Natur ein Symbol für Gott zu suchen.

Am Abend erzählte Katharina die Geschichte vom Land der Brunnen, in der dank unermüdlichen Personen, die voll Vertrauen die Brunnen von all dem „Geröll“ reinigten, das Wasser in den Brunnen wieder fließen konnte. Die Abendeinheit wurde mit einem Tagesrückblick beendet.

Montag, 8.Oktober

Im Morgenlob lauschten wir den Gedanken von Hanni zum Thema „Gottes Wort“ am Beispiel der Geschichte von Samuel, als er zum ersten Mal von Gott gerufen wurde. Dabei betrachteten wir auch das Bild „Der Hörende“ von Toni Zenez.

Nach dem Frühstück gestaltete Christian eine einfache, praktische Anschauung  zu „Erde“.

Im anschließenden Theorieblock erklärte Katharina an Hand einer Power-Point-Präsentation, was eine Anschauung ist. Dabei zeigte sie auf, wie die vier Phasen in einer Anschauung gegliedert sind.

Es geht um

  1. Hinführungsphase/Disposition: diese ermöglicht Bereitschaft und Motivation
  2. Begegnungsphase: diese fördert die Beziehung, Welterfahrung und Welterkenntnis
  3. Vertiefungsphase: sie verstärkt die Betroffenheit und sie fördert die Ausdrucksfähigkeit
  4. Deutungsphase: diese fasst das Erlebte zusammen und verdichtet die gemachten Erfahrungen

Anschließend wurden die Kursteilnehmenden in drei Gruppen aufgeteilt mit dem Arbeitsauftrag, eine Phase einer Anschauung zu erarbeiten und diese im Plenum vorzustellen. Die Kursleitenden standen mit beratender Stimme zur Seite.

Der ganzen Nachmittag konnte für die Gruppenarbeit genutzt werden. In der Abendeinheit stand ein weiterer Theorieblock zum Thema „Menschenbild in der RPP“ im Zentrum. Mit einem Tagesrückblick wurde der dritte Kurstag abgeschlossen.

Dienstag, 9. Oktober

Das heutige Morgenlob stand unter dem Titel des gleichnamigen Liedes „Du bisch dä Wystock und mir sind d’Räbe“. Dabei führte Christian in die Begegnung und ganzheitliche Betrachtung einer Traube und des Bibelwortes aus dem Johannesevangelium, in dem Jesus sagt: „Ich bin der wahre Weinstock …“ Die Erfahrungen wurden in einem gestalteten Bodenbild sichtbar.

In den beiden Morgeneinheiten wurden zwei Anschauungen aus den Gruppenarbeiten vorgestellt. Die erste Anschauung stand unter dem herbstlichen Thema: „Buntes bewegen und ausruhen“. Das Thema der zweiten Anschauung war: „Licht macht das Dunkle hell“. Die Anschauungen wurden jeweils unter Anleitung reflektiert. Im Zentrum stand dabei die Kernaussage der Anschauung. Ebenso wurde die Wirkung der Einheit auf uns persönlich zur Sprache gebracht.

Am Nachmittag ging es in der dritten Anschauung um den „Stein“, als ein Bild für Gott, der uns trägt und ein fester Untergrund ist. In der zweiten Nachmittagseinheit gab Christian am Bild eines

Baumes einen Einblick in die Geschichte der RPP. An diesem Nachmittag bestand auch die Möglichkeit, sich mit RPP-Materialien einzudecken, die Frau Schoch vom Raphael Verlag zum Verkauf anbot.

Am Abend erzählte Katharina die Schöpfungsgeschichte nach Gen. 2, aufgeteilt in vier fortlaufende Unterrichtseinheiten.

Mittwoch, 10. Oktober

Die Kursauswertung und der Ausblick am Mittwochmorgen nach dem Frühstück wurden von Esther und Katharina geleitet. Die Teilnehmenden dankten für den guten Basiskurs, der vielen für ihre Praxis ein gutes, fundamentales Wissen über die RPP gab. Einige zeigten auch Interesse an einem zukünftigen Multiplikatorenkurs. Danach wurden alle Kursteilnehmenden durch Hanni mit einer Geschichte, die sie selbst aus einer Schatztruhe ziehen konnten, verabschiedet.

Christian Pfeiffer-Fuchs

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